Gewichtsreduktion – lerne, worauf es ankommt!

Dein Ziel ist es, Gewicht zu reduzieren und endlich die Strandfigur zu haben, von der du dein Leben lang geträumt hast? Dann solltest du dich vorher genau mit dem Thema Gewichtsreduktion auseinandersetzen. Denn auch wenn die Kilos purzeln, heisst dies nicht gleich, dass du Fett verbrennst. Was dein Körper reduzieren kann und wie du am einfachsten Fett reduzierst, liest du hier.

Wasser

Wer tagelang nichts trinkt, wird leichter. Wer hingegen am Wochenende eine grosse und sehr intensive Bergwanderung unternimmt, nimmt unter Umständen erst einmal zu. Abnehmen und Zunehmen hat nicht immer etwas mit Fett zu tun. Dass der ungeübte Wanderer kurzfristig zugenommen hat, lag nicht etwa an der Bratwurst, die er sich auf der Almhütte gegönnt hat – es lag an den Wassereinlagerungen. Nach der intensiven und längerfristigen Wanderung war der Körper angeschwollen, es kam zu Entzündungen und Muskelkater. Nach 2 bis 3 Tagen sollte das Körpergewicht jedoch wieder normal oder sogar etwas leichter sein und der Muskelkater vorbei. 

Heute wird immer häufiger mit Mitteln und Tests geworben, die Wassereinlagerungen verringern sollen. Davon kann ich nur abraten. Wer an Wassereinlagerungen leidet, der sollte sich von einem Arzt beraten lassen, denn hier können Unverträglichkeiten, Überbelastung oder Krankheiten die Auslöser sein. Aus ästhetischen Gründen Wasser abnehmen zu wollen, ist hingegen völliger Blödsinn.

Muskeln

Die einen wünschen sich ein paar mehr und die anderen wollen sie möglichst abbauen –Muskeln. Die Glykogenspeicher im Muskel sind mit Wasser gekoppelt; wer diese senkt, wird folglich auch über den Verlust von Wasser leichter. Wer über längere Zeit wenig isst, sich viel bewegt und Ausdauersport betreibt, wird Muskeln und ebenfalls Gewicht reduzieren. Ein gutes Beispiel hierfür sind Marathonläufer. Bei übergewichtigen Menschen ist es oft so, dass die Beinmuskulatur gut ausgebildet ist, da die Beine das hohe Gewicht tragen. Die Armmuskulatur ist jedoch meist schlecht ausgebildet. Dies führt bis hin zur Muskelatrophie. Nehmen stark übergewichtige Menschen ab, etwa durch eine Entschlackungsdiät, dann liegt das vor allem am Verlust von Wasser und Muskelmasse. Eine sogenannte DEXA-Messung gibt hier einen genauen Überblick über das, was reduziert wurde.

Fett

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Fetten. Es gibt z. B. das subkutane Fett, welches direkt unter der Haut liegt und mit den Fingern, beispielsweise am Arm, greifbar ist. Darüber hinaus gibt es auch Fett, welches sich unter die Bauchdecke und um die Organe legt. Dieses ist besonders gefährlich. Immer wieder kommen Kundinnen zu mir, die schlankere Beine wollen. Dabei ist es nicht etwa das Fett, sondern die Beinmuskulatur, die sie stört. Diese ein wenig abzubauen, ist in Ordnung, jedoch sollte vor allem in der Arm- und Bauchregion Fett reduziert werden und nicht etwa Muskelmasse.

Gewebe

Wenn der Körper stark abnimmt, legt er seine Prioritäten: Was brauche ich, um möglichst lange zu überleben? Irgendwann geht er dann auch an Bänder, Sehnen, Kapseln und Faszien. Wer sich also dauerhaft schlecht ernährt, wird auch im Bereich seines Gewebes abbauen. Für gesunde Gelenke, starke Knochen und zur Vorbeugung von Osteoporose ist das aber besonders wichtig.

Wenn du Gewicht verlieren möchtest, konzentriere dich hauptsächlich auf die Fettreduktion. Das gelingt am besten mit intelligent geplantem Training und einer ausgewogenen Ernährung.

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